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Frühlingszeit: Beginn der Zeckenzeit

Frühjahr Zeckenzeit

Mit dem Frühjahr erwachen auch die Zecken zu neuem Leben. Wenn die Bodentemperatur zehn Grad Celsius übersteigt, kommen die Tiere aus der Erde und lauern auf Gräsern oder Büschen auf Beute.

Zecken lieben es warm und feucht, bevorzugen Waldränder und Waldlichtungen, Bachränder, Gräser und Pflanzen an Wegrändern.
Die verbreitete Vorstellung, dass Zecken von den Bäumen fallen, stimmt nicht.
Zecken
Zecke erklettert die Pflanze (bis maximal 1,5 m über dem Erdboden) und lässt sich von einem Wirt abstreifen, sucht eine Körperstelle mit dünner Haut, dann erfolgt der Stich, bei dem die Zecke mit dem Speichel den Einstich betäubt und die Einstichstelle "zementiert". Anschließend saugt die Zecke bis zu 10 Tage Blut und nimmt bis zu 200-fache ihres eigenen Körpergewichtes zu.

Zecken

 

Frühlingszeit: Beginn der Zeckenzeit

Die ersten sonnigen Tage. Man geht mit seinem Hund spazieren und geniesst die lang entbehrte Wärme - kommt nach Hause und sieht plötzlich so ein kleines Etwas über das Fell des Hundes wandern. Die erste Zecke.

Hier stellt sich jetzt die Frage: Warum soll man etwas gegen Zecken tun? Und wie?

Abgesehen von der Tatsache, daß diese "possierlichen" Tierchen unser Ekelgefühl berühren, sind sie auch noch Krankheitsüberträger. Zecken befallen, wie Ihnen sicher bekannt ist, nicht nur Hunde und Katzen (und natürlich jedes andere Tier), die ihnen vor die "Beißer" kommen, sondern auch den Menschen.

Jetzt aber erst einmal die häufigsten Erkrankungen, die in der Schweiz  von Zecken übertragen werden:

Beim Menschen besteht die Gefahr mit FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis) oder Borreliose infiziert zu werden.

FSME ist eine Virus-bedingte Hirnhautentzündung, die tödlich enden kann. Zum Glück gibt es aber einen Impfstoff.

Borreliose ist eine von Bakterien hervorgerufene Krankheit, z.B. Lyme-Disease oder Rückfallfieber, die sehr unterschiedlich verläuft und mit einer umschriebenen Rötung an der Einbissstelle beginnt

Aber Vorsicht:

Jede Entzündung geht mit einer Rötung einher, d.h. es muss nicht sofort Borreliose sein!!! Hier gibt zwar für den Menschen keinen Impfstoff, dafür aber für Hunde.

Unsere Haustiere können zwar FSME nicht bekommen, aber dafür ausser Borreliose (nach Wochen bis Monaten kommt es zu fiebrigen Entzündungen der Gelenke, des Herzens und des Nervensystems) auch Babesiose (ein einzelliger Blutparasit, der die roten Blutkörperchen befällt, und nach und nach zu einer Blutarmut führt und zum Tod führen kann). Des weiteren können auch noch Rickettsien (Ehrlichiose, ein bakterieller Blutparasit, der v.a. sich in den weissen Blutkörperchen einlagert) übertragen werden. Durch die Unart, sein Tier in den Urlaub in den Süden mitzunehmen, tauchen diese Krankheiten auch immer häufiger bei uns in Mitteleuropa auf.

Was man gegen Zecken tun kann:
Am Besten ist immer noch, sein Tier nach dem Aufenthalt im Freien nach möglichen Zecken abzusuchen, bevor diese sich in die Haut eingebohrt haben. Dies ist bei kurzhaarigen Tieren eher von Erfolg gekrönt.

Und jetzt noch zum sichersten Mittel gegen Zecken: Die Zeckenzange!
Erhältlich im Zoofachhandel oder beim Tierarzt.
Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen; als Zange aus Plastik oder Metall, mit einer Feder zur automatischen Schließung, als Haken

Ich persönlich ziehe die einfache Plastikzeckenzange vor.

Zum Einen weil sie im Gegensatz zur Metallausführung nicht scharfkantig ist, und den Zeckenkopf abschneiden kann, zum Anderen, weil sie durch die eingebaute Feder einfach zu bedienen ist. Mit dem Zeckenhaken habe ich keine Anwendererfahrung. Laut Hersteller ist er zu empfehlen, da der Kopf-Hals-Bereich der Zecke nicht gequetscht wird, und somit nicht vermehrt Speichel und die dazugehörigen Enzyme, sowie die Krankheitserreger, vor dem Herausziehen in die Bissstelle gepresst werden. Zu beachten ist nur eines: Greifen Sie die Zecke mit der Zange/ dem Haken im Halsbereich, direkt an der Haut, drehen Sie sie zwei- bis dreimal um ihre Längsachse und ziehen Sie sie dann während einer Drehung heraus. In welche Richtung Sie die Zecke drehen ist übrigens egal. Zecken haben kein Gewinde!

Und noch etwas:

Nehmen Sie kein Öl oder ähnliches, um der Zecke die Luft abzudrehen, denn in dem Fall speichelt sie verstärkt, bevor sie loslässt - oder auch nicht. Und überträgt so besonders effektiv die oben genannten Krankheiten. Nach dem Sie die Zecke entfernt haben, kontrollieren Sie, ob der Kopf mit herausgedreht wurde. Der Kopf ist ca. 0,5 bis 1,5 mm gross. Sollte der Kopf trotz allem noch in der Haut stecken, bringen Sie Ihr Tier alsbald zum Tierarzt, da sich die Stelle sonst entzünden und sich ein Abszess bilden kann. Zum Vergleich: eine "leere" Zecke ist ca. 1,5 bis 4 mm gross, während sie nach dem Saugen bis zu 1,5 cm gross werden kann.

Jetzt noch zur Entsorgung des ungeliebten Parasiten: ich ziehe das Abflammen vor, da die Zecke sonst eine gute Chance hat zu überleben.



Im Frühjahr beginnt die Zeckensaison

Im Frühjahr beginnt die Zeckenzeit, genau genommen von März bis Oktober. Höhepunkte der Zeckensaison sind Frühsommer und Herbst, wobei auch an warmen Wintertagen die Zecken aktiv sind (bei Temperaturen von ca. 10o Celsius). Vorsicht ist geboten, denn Zeckenbisse übertragen nicht nur Krankheiten auf den Menschen sondern auch auf den Hund.


 Was ist eine Zecke? 

Zecken sind blutsaugende Parasiten und gehören zu der Familie der Spinnentieren, gut zu erkennen an ihren 8 Beinen im ausgewachsenem Stadium, wobei die Zecken-Larven allerdings bloss 6 Beine haben. Sie erreichen eine Grösse von 1 – 2 mm und am Kopf  befindet sich ein Stechrüssel mit Widerhaken. Die wohl bekannteste Zecke ist der „Gemeine Holzbock“. Er gehört zu den Schildzecken. Er hat jede Menge Verwandte, denn derzeit sind etwa 850 Zeckenarten weltweit bekannt. Sie teilen sich in zwei Arten auf: die Schild- und die Lederzecke. Die Lederzecken leben meist in Tropen und Subtropen, Schildzecken sind dagegen auf der ganzen Welt zuhause.

 

Wie entwickelt sich die Zecke?


Eine Zecke entwickelt sich in 4 Stadien, wobei sie für jedes Stadium eine Blutmahlzeit benötigt. Ein Entwicklungszyklus kann bis zu 5 Jahren dauern, da sie auf einen Wirt angewiesen ist und auf eine Blutmahlzeit bis 2 Jahre warten kann.

 Zuerst schlüpft aus einem Ei die 6-beinige Larve, welche sich nach wenigen Tagen auf die Suche nach einem geeigneten Wirt macht. Nachdem sie sich vollgesaugt hat, und von ihrem Wirt abgelassen hat, häutet sie sich (was mehrere Wochen dauert) und wird zur achtbeinigen Nymphe. Nach der nächsten Blutmahlzeit häutet sie sich erneut und ist nun eine ausgewachsene und geschlechtsreife Zecke. Sie sucht sich den Endwirt und nach der letzten Blutmahlzeit schliesslich einen Partner zur Begattung. Die Männchen sterben direkt nach der Begattung, die Weibchen erst, nachdem sie auf der Unterseite von Grashalmen oder Blättern Pakete aus etwa 3.000 Eiern abgelegt haben.

 

Wo finde ich Zecken? 


Zecken lieben es feucht und warm und halten sich im Gras, in Sträuchern und im Unterholz in Bodennähe auf. Sie klettern allerdings auch auf Pflanzen bis 1,5 m Höhe und fallen auf vorbeilaufende Wirte herab. Potentielle Wirte sind fast alle Säugetiere (Warmblüter). Ein weit verbreiteter Irrglaube ist allerdings, dass sie sich von hohen Bäumen auf ihre Opfer fallen lassen würden.

 

 


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